Andreas Gryphius (1616-1664)
Zwischen Tradition und Aufbruch, Frühe Neuzeit 231
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Zusatztext
Der Tagungsband eröffnet neue Perspektiven auf das Gesamtwerk des berühmtesten deutschen Autors des literarischen Barock. Im Zentrum steht eine zeithistorische, staatsphilosophische, theologische und wissenschaftsgeschichtliche Kontextualisierung seines uvres, das sich in einem spannungsvollen Feld zwischen christlich-transzendenter Perspektive und säkularer Zeitdiagnostik, zwischen theologischem Sinnhorizont und Realitätsbezug bewegt. Damit setzt der Band im Anschluss an gegenwärtige Tendenzen der Frühneuzeitforschung einen neuen Akzent innerhalb der Gryphius-Philologie, die diskursgeschichtliche Zusammenhänge vernachlässigte und einen zu revidierenden Dualismus zwischen theologischer und säkularer Deutung etablierte. Dabei spielen komparatistische und interkulturelle Aspekte eine bedeutende Rolle: Gryphius war auf seinen akademischen Reisen mit der rezenten französischen, italienischen und niederländischen Literatur bekannt geworden. Deren Rezeption durch Gryphius wird ebenso verstärkt untersucht wie das lateinische Werk des Schlesiers. Gryphius erscheint als Zeitgenosse tiefgreifender Erneuerungsdebatten, die er mit feinem Gespür aufzunehmen und in seinen Dichtungen zu verhandeln weiß.
Autorenportrait
Oliver Bach, Universität München; Astrid Dröse, Universität Tübingen
Weitere Details
Erschienen: 09.03.2020
Umfang: VIII, 645 S., 38 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783110573879
Umbreit-Nr.: 7108231
