Genealogisches Wissen in Mittelalter und Früher Neuzeit
Konstruktion - Darstellung - Rezeption, Cultures and Practices of Knowledge in History 16
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Zusatztext
Genealogisches Wissen war in der Vormoderne eine wichtige Ressource. Adlige und bürgerliche Akteur:innen benötigten es im Ringen um Rang und Ämter, Gelehrte nutzten es für die Geschichtsschreibung. Zahlreiche Zeitgenossen bemühten sich, dieses Wissen zu gewinnen, zu präsentieren oder zurückzuweisen. Der Band untersucht den Umgang diverser Akteursgruppen mit genealogischem Wissen und fragt nach dessen Konstruktion, Darstellung und Rezeption. Mit Blick auf die genealogischen Wissenskonstruktionen rücken die Kenntnisse und Absichten der Akteure in den Blick: Woher bezogen und wozu benötigten Adlige und Gelehrte, aber auch Handwerker und Rechtspraktiker genealogische Informationen? Damit verknüpft sind die medialen Darstellungsformen genealogischer Wissensbestände. Die Beiträge fragen daher, welche sprachlichen Fähigkeiten und handwerklichen Fertigkeiten die Akteure mitbrachten, welche Materialien und Konventionen sie nutzten. Fokussiert werden zudem Rezeptionsprozesse, denn genealogisches Wissen wurde oftmals übertragen, modifiziert oder angefochten. Der Band leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis vormoderner Wissenskulturen.
Autorenportrait
Giuseppe Cusa; Thomas Dorfner, RWTH Aachen University, Germany.
Weitere Details
Erschienen: 24.10.2023
Umfang: IX, 389 S., 10 s/w Illustr., 34 farbige Illustr.,
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.5 x 23.5 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783110793048
Umbreit-Nr.: 8788274
