Pornographie und sexuelle Selbstbestimmung
Eine Kritik des Pornographiestrafrechts de lege lata und Vorschläge de lege ferenda, Jus Poenale
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Zusatztext
Auch wenn es Darstellungen des Sexuellen in unterschiedlichen Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten gibt, ist Pornographie ein Begriff der westlichen modernen Welt. Er wird wesentlich durch rechtliche Verbote geformt, die traditionell dem Schutz der Sittlichkeit dienen. Anja Schmidt versucht, das Pornographiestrafrecht konsequent am Maßstab der Gewährleistung sexueller Selbstbestimmung zu hinterfragen. Sie zeigt, dass das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung das Herstellen und Nutzen sexualbezogener Inhalte umfasst, dieses Recht dadurch aber auch auf schwerwiegende Weise verletzt werden kann. Die Autorin schlägt vor, die strafrechtliche Regelung sexualbezogener Inhalte neu zu ordnen, wobei sie zwischen der Wahrnehmung sexuell expliziter Inhalte, bildbasierter sexueller Gewalt, sexueller Belästigung und der Ausbeutung bei der Herstellung sexuell expliziter Inhalte unterscheidet.
Autorenportrait
Geboren 1975; Studium der Rechtswissenschaften in Leipzig; 2011 Promotion (Leipzig); 2017-22 Leiterin des DFG-Forschungsprojektes "Pornographie und sexuelle Selbstbestimmung"; 2023 Habilitation (Halle-Wittenberg); Gast- und Vertretungsprofessuren an der Philipps-Universität Marburg, der Freien Universität Berlin und der Goethe-Universität Frankfurt am Main; Vertretung der Professur für Strafrecht an der Leuphana Universität Lüneburg.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2025
Umfang: 423 S.
Sprache: Deutsch
Einband: LN
Format: 3 x 24 x 17 cm
ISBN/EAN: 9783161626777
Umbreit-Nr.: 7031989
