Camp Ritchie und seine Österreicher
Deutschsprachige Verhörsoldaten der US-Armee im Zweiten Weltkrieg
Rund 500 Exilösterreicher wurden von der US-Armee im streng geheimen Camp Ritchie zu nachrichtendienstlichen Spezialisten für den Kampf gegen Hitler-Deutschland ausgebildet. Zurück in Europa kamen sie in erster Linie als Befrager von Kriegsgefangenen zum Einsatz.
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Zusatztext
Rund 500 Österreicher absolvierten zwischen 1942 und 1945 das wohl speziellste Ausbildungslager der US-Armee im Zweiten Weltkrieg: das Military Intelligence Training Center in Camp Ritchie, Maryland. Am Ende ihres achtwöchigen Kurses kannten sie die Wehrmacht so gut wie ihre Westentasche und stellten für die Vereinigten Staaten aufgrund ihrer Sprachkenntnisse und ihres kulturellen Know-hows ein wichtiges Asset für den Kampf gegen Hitler-Deutschland dar. In dieser Studie liegt erstmals eine namentliche Erfassung aller österreichischen Ritchie Boys vor - darunter prominente Namen wie Georg Kreisler, Marcel Prawy oder Eric Pleskow. Zudem wird anhand der Kriegserlebnisse ausgewählter Protagonisten die kollektive Kriegsbiografie dieser im deutschen Sprachraum bislang wenig erforschten Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime beleuchtet.
Autorenportrait
Robert Lackner ist Historiker und Forschungskoordinator in Graz, wo er bis 2018 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Austrian Center for Intelligence, Propaganda & Security Studies tätig war.
Weitere Details
Erschienen: 08.06.2020
Umfang: 342 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.7 x 23.5 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783205210092
Umbreit-Nr.: 9015878
