Zur Notwendigkeit und Umsetzung einer eigenständigen Strafbarkeit des Betreibens von digitalen Handelsplattformen
Eine kritische Analyse von § 127 StGB n. F. im Lichte des Vorbereitungsstrafrechts, Internetrecht und Digitale Gesellschaft 56
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Zusatztext
Die Arbeit befasst sich mit dem 2021 neu geschaffenen Gesetz zur Strafbarkeit des Betreibens 'krimineller Handelsplattformen im Internet' nach § 127 StGB. Der der Norm zugrundeliegende Gesetzgebungsprozess wird chronologisch aufgearbeitet und das konkrete Gesetz wird im Lichte der Informationstechnik, der Verfassungs- und Strafrechtsdogmatik, der Kriminologie sowie anhand praxisorientierter Gesichtspunkte analysiert und bewertet.Konkret wird etwa beleuchtet, was unter einer Handelsplattform zu verstehen ist, wo die begrifflichen sowie zeitlichen Grenzen des tatbestandlichen Betreibens zu ziehen sind, worin der Unrechtskern des kriminellen Handelsplattformbetriebs liegt, welche Straftaten in ausreichender Weise mit dem Betrieb in Verbindung zu bringen sind oder welche Auswirkungen der gewählte Strafrahmen der Verbotsnorm auf ihre Auslegung hat. Auf der Grundlage der formulierten Kritik wird schließlich ein eigener Gesetzesentwurf de lege ferenda entwickelt.
Autorenportrait
Janick Haas studierte von 2014 bis 2019 Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Strafrecht an der Philipps-Universität Marburg. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jens Puschke LL.M. (Kings College) tätig. Seine Promotion schloss er im Juli 2023 ab. Das Referendariat absolvierte er von 2022 bis 2024 in Marburg. Seit März 2025 ist er als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Gießen tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Internetkriminalität, der Vermögensdelikte sowie des Allgemeinen Teils des Strafrechts.
Weitere Details
Erschienen: 18.01.2024
Umfang: 365 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.5 x 23.7 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783428190201
Umbreit-Nr.: 2303065