Quaestionen zur Metaphysik des Aristoteles, Buch 2-4
Lateinisch-Deutsch. Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Joachim Söder, Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters 4. Serie 65
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Zusatztext
Duns Scotus "Quaestionen zur Metaphysik des Aristoteles" stellen einen epochemachenden Wendepunkt in der Philosophiegeschichte dar: Kreiste bis ins 13. Jahrhundert die Diskussion vor allem darum, ob die von Aristoteles anvisierte Fundamentalphilosophie letztlich von Gott oder aber von den Substanzen allgemein handelt, so stellt Scotus die kritische Frage nach den Begriffen, die aller konkreten Erkenntnis vorausliegen und sie übersteigen. Damit wird Metaphysik zur Transzendentalwissenschaft - ein Projekt, das noch Kants "Kritik der reinen Vernunft" beeinflusst. Die Bücher II-VI fragen nach den Erkenntnisbedingungen der ersten Prinzipien und danach, ob seiend ein univoker Begriff ist. Auf dieser Grundlage leitet Scotus den radikalen Umschwung des metaphysischen Denkens ein.
Autorenportrait
Johannes Duns Scotus (1265/66-1308) zählt zu den bedeutendsten Denkern des lateinischen Mittelalters. Der gebürtige Schotte lehrte an den Universitäten Oxford und Paris sowie am Studienhaus der Franziskaner in Köln. Kritisch gegenüber unreflektierter Autoritätsgläubigkeit entwickelt er in ständiger Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Positionen (u.a. Thomas von Aquin) ein neues Konzept von Philosophie als Transzendentalwissenschaft. Joachim R. Söder ist seit 2009 Professor für Philosophie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Zuvor war er Editor am Albertus-Magnus-Institut und nahm Lehraufträge und Gastprofessuren an den Universitäten Bonn, Köln, Trier und Los Angeles wahr.
Weitere Details
Erschienen: 15.09.2025
Umfang: 400 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.4 x 22.2 x 14.4 cm
ISBN/EAN: 9783451024542
Umbreit-Nr.: 6182022
