Da wurde geschwenkt, aufmarschiert, gelaufen, daß es eine Lust war.
Die staatliche Jugendwehr (1914-1918), Krieg in der Geschichte 128
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Zusatztext
Markus Raasch wirft in dieser Studie einen innovativen Blick auf die bisher wenig beachtete staatliche Jugendwehr, die im Ersten Weltkrieg männliche Jugendliche paramilitärisch schulen sollte und in das Leben von Millionen Menschen unmittelbar eingriff. Das Buch nimmt ideelle Grundlagen und Organisationsstrukturen ebenso wichtig wie die Erfahrungen der Betroffenen. Zudem bettet es die deutsche Entwicklung konsequent in internationale Zusammenhänge ein. So wird deutlich, dass die staatliche Jugendwehr mit ihren örtlichen Kompagnien ein bürokratisches Ungetüm war und zugleich ein fester Bestandteil der Kriegsgesellschaft. Sie beschleunigte die soziale Militarisierung nachdrücklich, gab der deutschen (Jugend-)Kriegskultur ein spezifisches Gepräge und kann als Wegbereiter des Nationalsozialismus gedeutet werden.
Autorenportrait
Markus Raasch ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und außerplanmäßiger Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er forscht zur Gesellschaftsgeschichte der (Post-)Moderne und hat sich u.a. mit Wirtschafts-, Parlaments-, Bildungs- und Erinnerungskulturen, mit Katholizismus, Adel, Geschlechterverhältnissen und kindlichen Lebenswelten, vor allem im Krieg, beschäftigt.
Weitere Details
Erschienen: 31.08.2026
Umfang: 376 S., 19 s/w Illustr., 1 farbige Illustr., 20 Il
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783506705006
Umbreit-Nr.: 8348066
