Regiolekt - Der neue Dialekt?
Akten des 6. Kongresses der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD), Dt/engl, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beihefte 182
Helen Christen/Brigitte Ganswindt/Joachim Herrgen u a
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Zusatztext
Die Dialektologie des Deutschen hat in den letzten vierzig Jahren eine erhebliche Entwicklung durchlaufen - regiolektale Varietäten des Standarddeutschen rückten dabei immer mehr ins Interesse der Forschung. Zunehmend steht die Frage nach der Entwicklungsdynamik dieser Varietäten im Vordergrund, der sich die Autorinnen und Autoren im ersten Schwerpunkt dieses Bandes widmen: Neben einem Ausblick auf neue Wege in der Regiolektforschung behandeln die Beiträge den regionalen Spracherwerb bei Kindern, die hirnphysiologischen Reaktionen bei interdialektalen Verstehensprozessen, eine Typologie der Akkommodationsstrategien, den Einfluss des Lebensalters auf die Dialektverwendung und den Sprachwandelprozess der Rhein-Mainisierung in ländlichen Regionen. In einem zweiten Schwerpunkt zur Morphologie und Syntax der deutschen Regionalsprachen beschäftigen sich die Beiträge mit dem Konjunktiv II in den bairischen Dialekten Österreichs und Südtirols, der neutralen Genuszuweisung bei Referenz auf Frauen, Dialekten als idealem Untersuchungsfeld für morphologische Variation, der differentiellen Kasusmarkierung im Münsterland, der Genus- und Kasusprofilierung beim schweizerdeutschen Definitartikel und der Syntax ostjiddischer Dialekte.
Autorenportrait
Helen Christen ist Professorin für Germanistische Linguistik an der Universität Freiburg/Schweiz. Forschungsschwerpunkte: sozio- und pragmalinguistische Aspekte des Gebrauchs arealer Varietäten, Sprachwandel und Laiendialektologie.
Weitere Details
Erschienen: 29.12.2020
Umfang: 288 S., 29 s/w Illustr., 43 s/w Tab., 114 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.3 x 24.5 x 18 cm
ISBN/EAN: 9783515129091
Umbreit-Nr.: 258880
