Vom Scheitern der kybernetischen Utopie
Die Entwicklung von Überwachung und Informationsverarbeitung im MfS, Analysen und Dokumente der BStU 56, Wissenschaftliche Reihe der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
Die Informationsgewinnung und -verarbeitung der Stasi waren anfangs grobschlächtig, wurde aber bis 1989 systematischer und moderner. Der Anspruch, das System durch Überwachung zu sichern, scheiterte letztlich an der Entspannungspolitik.
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Zusatztext
Die Beschaffung und Verarbeitung von Informationen ist eine zentrale Aufgabe eines jeden Geheimdienstes. Die Stasi wollte allerdings keineswegs undifferenziert 'alles' wissen und überwachte auch nicht flächendeckend. Ihre Aufmerksamkeit galt insgesamt wesentlich stärker Staat, Wirtschaft und militärischer Abwehr als 'Staatsfeinden' und Oppositionellen. Die Arbeitsweise der Stasi war dabei keineswegs so anachronistisch, wie die überlieferten Akten- und Karteikartenberge es vermuten lassen. Die Informationsspezialisten des MfS hatten seit den 1960er-Jahren daran gearbeitet, durch gezielte Infomationsgewinnung und -analyse die Überwachungsmethoden zu optimieren. Auch wenn ihre kybernetische Utopie scheiterte, vollzog das MfS damit wichtige Schritte auf dem Weg in den digitalen Überwachungsstaat. Dieses Buch unternimmt es, die Forschungslücke zu diesem Aspekt der Geschichte der DDR-Geheimpolizei zu schließen.
Weitere Details
Erschienen: 16.11.2020
Umfang: 400 S., 40 Illustr., 40 Abb., mit 33 Abb. und 5 An
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.2 x 23.5 x 18.5 cm
ISBN/EAN: 9783525352120
Umbreit-Nr.: 8025023
