Missratene Söhne
Anarchismus und Sprachkritik im Fin de Siècle, Schriften des Simon-Dubnow-Instituts 23, Schriften des Simon-Dubnow-Instituts 23
Fritz Mauthner, Gustav Landauer und Erich Mühsam lebten einen Selbstentwurf lebensweltlichen Widerstands. Sie rebellierten gegen eine Welt, die ihre Bürger-Väter geschaffen hatten und erhoben Renegatentum und Revolution zum Programm. Carolin Kosuch zeigt, wie die drei Söhne aus deutsch-jüdischem Hause aus der vaterbesetzten Realität in eine weit zurückliegende Vergangenheit flüchteten; und wie sehr ihr Gleichklang sich aus dem gemeinsamen Bestreben fügte, die Moderne zu überwinden. Die Studie erlaubt tiefe Einblicke in den Zusammenhang von generationeller Erfahrung und Kritik der Lebenswelt.
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Zusatztext
Fritz Mauthner, Gustav Landauer and Erich Mühsam lived according to their own self-designed blueprints of resistance. These countermodels for life were aimed at the bourgeois world their fathers had helped to build (in the so-called Gründerzeit). They viewed rebellion and revolution as a suitable way of life. Carolin Kosuch shows, on the one hand, how these three thinkers from German-Jewish bourgeois families fled from a reality dominated by their fathers to a remote past; on the other hand, she points out how deeply rooted their synchronized efforts were in their common aspiration to overcome modernity. The study provides in-depth insights into the relationship between generational experience and critique of the real world.
Autorenportrait
Dr. Carolin Kosuch ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut Rom.
Weitere Details
Erschienen: 16.09.2015
Umfang: 390 S., 3 Illustr., 3 Fotos, 3 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.3 x 23.6 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783525370377
Umbreit-Nr.: 7624281
