Frauen, Bilder und Projektionen von Weiblichkeit und das männliche Ich des Protagonisten in Franz Kafkas Romanfragmenten
Unter besonderer Berücksichtigung der Schuldfrage im 'Proceß</I>, Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires Européennes 1826
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Zusatztext
Die Interaktion der männlichen und weiblichen Figuren in Franz Kafkas Romanfragmenten zeigt sich eng mit der Identitätssuche des Protagonisten verwoben. Die männliche Ich-Konstitution ist auf die ästhetische Konstruktion und Fiktion angeblichen weiblichen Seins und Andersseins angewiesen. Neu ist, daß weiblicher und männlicher Diskurs unterlaufen werden. Als dekonstruktive Prinzipien dienen u. a. Mehrfachbesetzung und Überfrachtung einer Figur, Maskerade und Travestie, Hysterie und gender trouble. Die Auflösung der Geschlechterdifferenz wird vom männlichen Ich jedoch nicht als Chance wahrgenommen, sich ein neues Ich, sein wahres Selbst zu ergründen. Scheitern und Schuld des Protagonisten erweisen sich als Versagen angesichts der Neuthematisierung des Subjekts in der anbrechenden Moderne.
Weitere Details
Erschienen: 07.01.2002
Umfang: 236 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783631389706
Umbreit-Nr.: 7085261
