Das Bild der Gewalt im Werk Goyas
Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires Européennes 407
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Zusatztext
Zu den wichtigsten und polemischsten Aspekten in Goyas uvre gehört das Thema der Gewalt: Seine obsessive Auseinandersetzung mit dem menschlichen Leid hat die Kritik entweder als eine logische Konsequenz für Goyas radikal philanthropische Haltung gesehen oder, im Gegenteil, als ein verdächtiges Indiz für seine ambivalente Ethik gedeutet. Ungeachtet dieser disparaten Wertungen für Goyas Interesse an dem Thema gelten etwa seine Gefängnis-, Hinrichtungs-, Folter- und Kriegsszenen als ein Paradigma seiner Modernität. Wie die Untersuchung ausführt, handelt es sich bei Goyas Auseinandersetzung mit dem Thema um ein komplexes argumentatives Gefüge, das sich formal auf eine ikonographische Tradition gründet und inhaltlich nicht ohne die intellektuellen Diskurse seiner Zeitgenossen verständlich ist. Die Autorin geht mittels der Analyse der wichtigsten und in verschiedenen Techniken ausgeführten Werkkomplexe auf die implizierten Absichten des Künstlers ein. Hier nähert sie sich der Genese seines Themen- und Ikonographierepertoires, das vorbildhaft für das 19. und 20. Jahrhundert wirkte.
Weitere Details
Erschienen: 12.10.2004
Umfang: 348 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.9 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783631522950
Umbreit-Nr.: 7032175
