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Vornamen als Indikatoren gesellschaftlicher Entwicklungen

Cover von Vornamen als Indikatoren gesellschaftlicher Entwicklungen

Nachgewiesen an einer Ahnenlinie vom 17. Jahrhundert bis 2018, Sprache - System und Tätigkeit 72

Pohl, Inge

Peter Lang

72.65

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert, Festbezug, bitte vormerken

Zusatztext

Mit dem Verständnis von Vornamengebung als eines sozialen Akts widmet sich die Studie Vornamen in einer im Jahr 2018 existenten Familie und deren Ahnenlinien bis ins 16./17. Jahrhundert zurück. Die Problematik besteht darin, dass sich das gesellschaftspolitische Determinationsgefüge der Ahnenfamilien um 1800 mit der Ansiedlung in einer deutschen Sprachinsel im polnischsprachigen Umfeld sowie im Jahr 1945 mit deren Auflösung grundlegend verändert hat. Im Rahmen einer soziolinguistisch orientierten Onomastik weist die Autorin diachron-synchron nach, dass in den gewählten Vornamen tradierte private Motivationen und die reaktive Kundgabe einer gesellschaftsbezogenen Meinung der Namengeber mitschwingen. Auf die diskontinuierliche gesellschaftspolitische Entwicklung reagieren die Sprachinselbewohner gegenläufig mit Sprachbewahrung, nicht mit erwartbaren qualitativen Wechseln der Vornamengebung.

Autorenportrait

Inge Pohl lehrte Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau/Campus Landau. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Semantik von Wort, Satz und Text, Textlinguistik/Stilistik, Onomastik und Kognitive Linguistik.

Weitere Details

Erschienen: 21.02.2019

Umfang: 240 S., 1 farbige Illustr.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 1.8 x 21.6 x 15.3 cm

ISBN/EAN: 9783631776728

Umbreit-Nr.: 8907488

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