Das Verhältnis von Eigenem und Fremdem in Chateaubriands Atala und Rene
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Literatur, Note: 1.0 (sehr gut), Universität Trier (Romanistik), Veranstaltung: Seminar Fremdbilder in der französischen Literatur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: Ausgangspunkt des Seminars Fremdbilder in der französischen Literatur vom 18. bis zum20. Jahrhundert, in dessen Kontext die vorliegende Arbeit verfaßt worden ist, war dieFrage, wie wir mit Fremdheit umgehen und wie sich dies in entsprechenden literarischenTexten niederschlägt. Damit rücken automatisch das Verhältnis von Eigenem undFremdem sowie dessen literarische Darstellung in das Zentrum des Interesses; es wird alsodie Differenz zwischen Eigenem und Fremdem thematisiert.Die DifferenzForschung ist von kapitaler Bedeutung für die modernenGeisteswissenschaften, wobei es sowohl um kulturelle als auch um sexuelle Differenzgeht. Tradierte Beurteilungsmuster des Eigenen und Fremden werden dabei ebenso einerkritischen Analyse unterzogen wie die Problematik, daß Identität überhaupt als eineKonstruktion angesehen werden muß, die unterlaufen werden kann1.Für die Literaturwissenschaft ist dieser Forschungszweig zudem deshalb von besondererBedeutung, weil hier mehrere moderne Literaturtheorien miteinander kombiniert werden.So befindet sich die DifferenzForschung auf einer Linie mit dem Dekonstruktivismuseines Jacques Derrida, der als Vertreter des Poststrukturalismus die Auffassung vertritt,daß bestimmte Grundprinzipien existieren, die die Basis der bestehenden Ordnung bilden,die aber nicht etwas Unumstößliches sind, sondern die als das Ergebnis eines bestimmtenBedeutungssystems entlarvt werden können. Denn als Konsequenz kann die Thesevertreten werden, daß sich ein Geschlechterverhältnis eingebürgert hat, daß keineswegs alsnaturgegeben gelten muß. Damit befindet man sich wiederum zugleich im Umfeld derDiskursanalyse, die sich mit solchen Problemen befaßt.Auch die Psychoanalytische Literaturtheorie spielt für die DifferenzForschung insoferneine Rolle, als bestimmte unbewußte Denkstrukturen des (männlichen) Individuums alslatent vorhanden dekonstruiert werden können.In der vorliegenden Arbeit ist dementsprechend versucht worden, die erwähnten literaturtheoretischenAnsätze zu nutzen, um eine möglichst vielschichtige und schlüssigeInterpretation der zu untersuchenden Texte leisten zu können.
Weitere Details
Erschienen: 27.03.2003
Umfang: 27 S., 0.42 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638179164
Umbreit-Nr.: 6742160
