Bindungsverhalten und Bindungsqualität
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Lehrstuhl für Psychologie), Veranstaltung: Seminar Entwicklungspsychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Bindung begegnet uns jeden Tag überall. Denn unter Bindung versteht man imweiteren Sinne eine enge und dauerhafte Beziehung zwischen zwei Menschen. Imengeren Sinne jedoch meint sie die sich im Laufe des ersten Lebensjahresherausbildende Beziehung des Kindes zu seiner Mutter bzw. primärenBezugsperson.Der Begriff Bindung (attachment) bezieht sich somit auf eine besondere Art dersozialen Beziehung. Bindung als Verhaltenssystem ist ein psychologischesKonstrukt, das Emotionen, Motivationen und Verhalten des Kindes je nach denErfordernissen der Situation strukturiert (Oerter/Montada 2002, S. 197)Dieses Konstrukt besagt, dass die Hauptbezugsperson beim Kind bleibt, wodurchSchutz und Nähe vermittelt werden. Bei der Hauptbezugsperson muss es sich nichtimmer um die Mutter handeln, es kann genauso gut Vater, Oma, Geschwisterteil u.ä.sein.Durch die ständige Anwesenheit der Bezugsperson wird dem Kind eine gewisseSicherheit vermittelt (zur Bindungsperson), welche die Voraussetzung für dasExplorationsverhalten des Kindes ist. Das heißt, das Kind ist erkundigungsfreudigerund offener (im Sinne von: es traut sich eher etwas zu), da ihm die Bindungspersondie notwendige Sicherheit dazu vermittelt.Konkretes Bindungsverhalten wird nur in Alarmsituationen aktiviert, z.B. wenn dieBezugsperson fortgeht oder wenn eine Situation für das Kind unvertraut ist. Es gibtunterschiedliche Verhaltensweisen, die das Bindungsverhalten ausdrücken,Beispiele sind Weinen, Hinterherlaufen, Festklammern usw. Somit regelt dasBindungsverhalten die Entfernung zwischen Bindungsperson und Kind innerhalbbestimmter Grenzen. [...]
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Erschienen: 08.10.2003
Umfang: 11 S., 0.14 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638221726
Umbreit-Nr.: 2953187
