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Der klassische Bildungsbegriff

Cover von Der klassische Bildungsbegriff

eBook

Lück, Ines

GRIN VERLAG

15.99

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Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 2, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Philosophisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff der Bildung hat sich von der Vergangenheit bis zur Gegenwart starkverändert.Ich beginne mit dem Bildungsbegriff aus heutiger Sicht, der ziemlich verengt zu seinscheint. Als Beispiel möchte ich hier die PISA-Studie anführen. Sie beschreibtBildung als schulvermittelte Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie misst Bildung amVerständnis von Texten, mathematischem Erfassen und dem Verständnisnaturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Obwohl im Fokus der Bildungsdiskussionheute zunehmend auch soziale Kompetenzen, Sprach- undKommunikationskompetenz, eine demokratische Grundhaltung und entsprechendeOrganisations- und Problemlösungsfähigkeiten sowie eine Vielzahl weitererFertigkeiten und Fähigkeiten, die zum einen der umfassendenPersönlichkeitsentwicklung und der Lebenskompetenz dienen, zum anderen aberauch eine Voraussetzung zum Wissenserwerb und zur sinnvollen und sozialverantwortungsbewussten Anwendung des Wissens darstellen, stehen, hat diesesVerständnis von Bildung nicht viel mit dem anfänglichen Bildungsbegriff aus dem 18.Jahrhundert gemein (www.kindergartenpaedagogik.de/766.html)Etymologisch gesehen geht der Begriff Bildung ganz einfach auf Bild im Sinne vonAbbild zurück. Bildung meint also das genaue Nachzeichnen der Welt.Herders Sprachbuch spricht sogar von Bildung als die sichtbare Gestalt, so noch inKörper-, Gesichtsbildung (1974, S.70) Also Bildung als natürliche Gestaltung allerMenschen. Dazu zählte noch nicht unbedingt der Charakter und bestimmteFähigkeiten, sondern vornehmlich das Aussehen. Ähnlich wie es in Moritz` AntonReiser beschrieben ist, von dem noch die Rede sein wird:Ganz an dem einen Ende des halben Zirkels stand ein Jüngling mit blassen Wangenvon ausnehmend schöner Bildung. Reiser konnte seine Augen nicht von denseinigen wenden (Moritz 1980, S.392)Das Wort bilden umschreibt Herder als formen, sowohl nachbilden alsschöpferisch gestalten, so gebraucht von Gott, den Menschen und der Natur(Herder 1974, S.71) In dieser Formulierung kommt bereits zum Ausdruck, dass derMensch sich selbst bilden muss; dies kann kein anderer für ihn übernehmen. [...]

Weitere Details

Erschienen: 20.11.2003

Umfang: 28 S., 0.26 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638231060

Umbreit-Nr.: 6671034

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