Der Wandel des städtischen Rechts durch das Aufkommen pragmatischer Schriftlichkeit
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1, Universität Osnabrück (Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Der grundsätzliche Aufbau der Arbeit spiegelt die gewählte Vorgehensweise wider, die in einerzunehmenden Verengung des Betrachtungsgebietes besteht. So wird im ersten Teil des zweiten Kapitelszunächst allgemein auf die Frage der Auswirkungen der Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit auf eine Kultureingegangen, bevor im zweiten Teil dieses Kapitels der Übergang zum Mittelalter erfolgt. Anschließendwird (in Kapitel 3) der Zusammenhang zwischen Schriftlichkeit, Mündlichkeit und Recht in denMittelpunkt der Untersuchung gestellt, alle anderen kulturellen Auswirkungen bleiben ausgeblendet. Imletzten Kapitel findet eine Verengung auf den städtischen Bereich statt. Die Wahl und die Reihenfolgeder zu untersuchenden Aspekte muß zum einen der grundsätzlichen Vorgehensweise entsprechen, zumanderen den darzustellenden Zusammenhängen und verwendeten Methoden gerecht werden.So wird als Methode der Untersuchung für das 3. Kapitel der Analogieschluß gewählt, weil, wie im Kapitel3.1.1 zum Ausdruck kommen soll, ein direkter Zugang zum ursprünglichen, mittelalterlichen Recht aus derQuellenproblematik heraus schwierig ist. Um aber unzulässige interkulturelle Vergleiche und Analogieschlüssezu vermeiden, muß vorab eine Prüfung der Übereinstimmung der Vergleichsobjekte erfolgen.Nachdem also im Kapitel 2.1 anhand modernerer Forschungen grundsätzliche Eigenschaften mündlichgeprägter, in ihrer Abweichung von schriftlich geprägten direkt (weil zeitgenössisch) zu untersuchenderKulturen herausgearbeitet sind, muß notwendigerweise erst eine Einordnung des Mittelalters in dieBereiche mündlich oder schriftlich geprägter Kulturen erfolgen (Kapitel 2.2.3), bevor die Erkenntnisse ausdem Kapitel 2.1.2 auf das Mittelalter übertragen werden können. Zur Ermöglichung dieser Einordnungdient eine ausführliche Beschäftigung mit den Fragen, wer im Mittelalter lesen und schreiben konnte(Kapitel 2.2.1) und welche Rolle der Schrift zukam (Kapitel 2.2.2)Da sich der Sachsenspiegel, als erste Verschriftlichung des geltenden Rechts in deutscher Sprache, alsmöglicher Übergang vom Mündlichen zum Schriftlichen greifen läßt, soll ihm in dem Teil der Arbeit, dersich dem Zusammenhang zwischen Schriftlichkeit und Recht zuwendet, besondere Aufmerksamkeitgeschenkt werden. Dabei soll zuerst geklärt werden, ob es sich bei ihm wirklich nur um verschriftlichtesRecht handelte und welche Beweggründe zu seiner Abfassung geführt haben könnten (Kapitel 3.2.3). [...]
Weitere Details
Erschienen: 31.03.2004
Umfang: 47 S., 0.79 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638264723
Umbreit-Nr.: 6854788
