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Beschreibung und Anwendung der Studien von Moisei Ostrogorski und Robert Michels

Cover von Beschreibung und Anwendung der Studien von Moisei Ostrogorski und Robert Michels

eBook

Tritsch, Dirk

GRIN VERLAG

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Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2, Technische Universität Darmstadt (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Parteientheorie: Enstehung und Entwicklung, Sprache: Deutsch, Abstract: Nieder mit den Parteien, hoch die Ligen 1. Mit diesem Aufruf wendete sich der RusseMoisei Ostrogorski am Anfang des 20. Jahrhunderts gegen die aufkeimendenMassenparteien. Mit seinen Analysen leistete er Pioniersarbeit auf dem Gebiet derParteienforschung und kritisierte sehr scharf jene neu entstandenen Parteien, die nachaußen hin versuchten sich durch die errungenen Rechte und Freiheiten der Bürger neudemokratisch zu legitimieren. Der Kern und das innere Gerüst dieser politischenMaschine beschrieb er als ein scheindemokratisches Gebilde, dessen höchste Prioritätder Wahlerfolg zur Errichtung und Erhaltung der Machtposition innerhalb und außerhalbdes Parlaments sei. Interessant ist aber, dass nicht nur aus dem elitärenHonoratiorenlager die Massenparteien kritisiert wurden, sondern auch aus dem Lagerder Sozialisten. So beschrieb Robert Michels das eherne Gesetz der Oligarchie2, einzwanghaftes Verhalten jeder Partei, auch jene mit großen demokratischen, dezentralenAnsätzen, früher oder später oligarchische Tendenzen zu entwickeln. Dazu beobachteteer ausschließlich die SPD.Zuerst beschreibe ich die Beobachtungen und Analysen Moisei Ostrogorskis. Weiterhinwerde ich nicht nur auf die politischen Studien eingehen, sondern auch auf die sozialpsychologischeRelevanz seiner Analyse herausarbeiten, insbesondere durch dasUnterkapitel die Gründe zur Etablierung der Massenparteien.Anschließend wird im dritten Kapitel auf Michels Theorie eingegangen. Seine Thesedes ehernen Gesetzes der Oligarchie basiert auf drei Hauptsäulen: Erstens demBedürfnis nach einer Organisation, zweitens einem massenpsychologischen Phänomenund drittens individualpsychologische Gründe, die ich im Folgenden beschreiben werde.Da beide Wissenschaftler am Anfang des 20. Jahrhunderts lebten, basieren ihreAnnahmen auf den damaligen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten. Aberdie allgemeinen Beobachtungen und die weit angelegten Untersuchungen beiderMänner, auch auf der nicht-politischen Ebene, beschränken ihre Ergebnisse nicht nurauf dievergangene Zeit. [...]1 Vgl. von Beyme, Klaus: Parteien im Wandel, Wiesbaden 2000, S.14

Weitere Details

Erschienen: 06.09.2004

Umfang: 20 S., 0.56 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638305150

Umbreit-Nr.: 6900935

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