Mennoniten, Spiritualisten, Herrnhuter - Nur religiöse Randgruppen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen?
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (FB 16: Geschichtswissenschaften, Abteilung I: Neuere Geschichte), Veranstaltung: Hauptseminar Verfassung, Religion und Kultur im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen (1648-1806), Sprache: Deutsch, Abstract: Will man sich mit einigen der sogenannten religiösen Randgruppen im Heiligen RömischenReich Deutscher Nationen befassen, dann gilt der Terminus Randgruppen natürlich nur für diezahlenmäßige Erscheinung von Personen in diesen Gruppen und ist aus der Sicht der Mehrheitsreligionenformuliert. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen waren dies die drei seitdem Augsburger Religionsfrieden von 1555 festgelegten Staats-Religionen des Katholizismus,der Lutheraner und des Calvinismus, die nun andere religiöse Bewegungen als Randgruppenbezeichnen konnten. Aus dieser Sichtweise erstehen aber mehrere Problemkreise2, die in derfolgenden Abhandlung der weitergehenden Untersuchung bedürfen:1.) Alle diese religiösen Bewegungen, insbesondere auch der Katholizismus, sind ohne das, wasman heute gemeinhin als Reformation bezeichnet, nicht denkbar. Gerade der Anstoßpunktder Reformation bewirkte nämlich eine Ausdifferenzierung der verschiedensten religiösenGruppen, die entweder vorher undenkbar gewesen wären oder aber und das ist viel öfterder Fall unter dem Mantel des allumschließenden Katholizismus alter Prägung mehr oderweniger eingebunden waren. Insofern ist auch der Begriff der Einheitlichkeit der Reformationirreführend, denn er suggeriert eine einheitliche Bewegung gegen diesen alten Katholizismus.Doch ist die wirkliche Lage viel komple xer, was sich allein schon an der unüberblickbarenAnzahl an religiösen Bewegungen in der reformatorischen Phase zeigen läßt, diesozusagen wie Pilze aus dem Boden sprossen. [...]1 Zu den religiösen Minderheiten im Heiligen Römischen Reich und ihre Einordnung in den Gesamtkontext: Hartmann,P. C.: Kulturgeschichte des Heiligen Römischen Reiches 1648 bis 1806. Verfassung, Religion und Kultur.Wien 2001. S.268-271.2 Diese wichtigen Problemkreise behandelt auch die Einleitung von: Goertz, H.-J.: Religiöse Bewegungen in derfrühen Neuzeit. München 1993 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte; 20). Le ider ist die Problematisierung bestimmterBegriffe wie Nonkonformismus oder Heterogenität auf die einzelnen Forschungskapitel zu den einze lnenreligiösen Bewegungen verteilt und nicht geschlossen erfaßbar.
Weitere Details
Erschienen: 27.10.2004
Umfang: 21 S., 0.17 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638319522
Umbreit-Nr.: 6641988
