Ernst Rüdin
Eine kritische Biographie
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Zusatztext
Ernst R}din (1874 - 1952) leitete von 1917 bis 1945 die GenealogischDemographische Abteilung der Deutschen Forschungsanstalt f}r Psychiatrie in M}nchen. Gepr{gt durch die utopischbiologischen Gesellschaftsmodelle der deutschen Rassenhygiene um Alfred Ploetz, wandte er sich ab 1900 der Psychiatrie zu. Unter Emil Kraepelin entwickelte er bis 1916 die Empirische Erbprognose, welche einen wichtigen Fortschritt der psychiatrischen Humangenetik darstellte. Nachdem R}din bereits seit 1900 f}reugenische Ma~nahmen wie die Zwangssterilisation eingetreten war, f}hrte ihnseine rassenhygienische ]berzeugung nach 1933 zur offenen Zusammenarbeitmit dem Nationalsozialismus, da sich hier eine politische Verwirklichungsm glichkeit f}r seine Ziele er ffnete. Bekannt wurde R}din vor allem durch seinen offiziellen Kommentar zum Zwangssterilisationsgesetz.R}dins Werdegang ist ein anschauliches Beispiel f}r die komplexen Abh{ngigkeiten zwischen psychiatrisch-humangenetischer Forschung, Rassengygiene und den politischen Vorg{ngen in Deutschland w{hrend der ersten H{lfte des 20. Jahrhunderts.
Weitere Details
Erschienen: 29.12.2011
Umfang: XIV, 352 S., 352 S. 23 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783642786082
Umbreit-Nr.: 4369401
