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Internationaler Strafgerichtshof und Verbrechensprävention

Cover von Internationaler Strafgerichtshof und Verbrechensprävention

Eine Analyse der Auswirkungen globaler Strafrechtspflege auf die Bekämpfung von Makrokriminalität, Beiträge zur Strafrechtswissenschaft - Paperbacks 11

Holling, Jan

Lit Verlag

34.90

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Internationale Straftribunale werden häufig als tragendes Element bei der zukünftigen Verhinderung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen bezeichnet. Daher untersucht diese Dissertation systematisch, ob globale Strafgerichte tatsächlich solch hohen Präventionserwartungen gerecht werden können. Im Ergebnis konnten insbesondere in vier Bereichen wichtige neue Blickwinkel für die Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, außenpolitische Akteure und Völkerstrafrechtspraktiker aufgezeigt werden: · Zunächst wurde der bisherige rechtshistorische Diskurs zur Thematik um vielfach unberücksichtigt gebliebene internationale Sklavereitribunale, die sog. Mixed Courts of Justice, erweitert. · Zweitens ist eine relative Zunahme des immer noch schwach ausgeprägten weltweiten Strafverfolgungsdrucks in Bezug auf Großverbrechen detailliert herausgearbeitet worden. · Drittens konnten die entsprechende angelsächsische empirische Sanktionsforschung für die deutsche Rechtswissenschaft eröffnet und erste konstruktive Anmerkungen für zukünftige hiesige Forschungsdesigns formuliert werden. · Abschließend wird der akademische Streitstand zur Thematik "IStGH und Verbrechensprävention" unter Einbeziehung aller einschlägigen Forschungsdisziplinen gewürdigt sowie mit dem Erarbeiteten kontrastiert. In diesem Kontext veranschaulicht die vorliegende Arbeit mögliche Risiken zu großer Hoffnungen in die "Wirkmächtigkeit" des internationalen Strafrechts auf potentielle Delinquenten ohne eine flankierende präventive Entwicklungspolitik in statistisch häufig von Makrokriminalität bedrohten geringstentwickelten Staaten (sog. LDCs). Das Buch richtet sich daher gleichermaßen an Personen aus den Disziplinen Rechtswissenschaft (Völkerrecht, Strafrecht, Völkerstrafrecht, Kriminologie, Sanktionsforschung, Völkerkriminologie), Politikwissenschaft (Friedensforschung, Transitional Justice und Internationale Beziehungen) sowie Geschichtswissenschaft (Rechtsgeschichte).

Autorenportrait

Der Autor: Dr. jur. Jan Holling, MLE. Nach einem Doppelstudium der Rechtswissenschaft sowie der Europäischen Rechtspraxis in Hannover und Malta folgte das Referendariat mit Stationen beim Niedersächsischen Landkreistag und der Europäischen Kommission in Brüssel (Generaldirektion Justiz, Freiheit u. Sicherheit). Seit 2011 Doktorand am Lehrstuhl für Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatslehre und Verfassungsgeschichte der Universität Bielefeld. Forschungsschwerpunkte sind Transitional Justice, öffentliches Recht, Völkerrecht, Völkerstrafrecht, Friedensforschung, Kriminologie, Politikwissenschaft, Strafrecht, Rechtsgeschichte, Internationale Beziehungen, Sanktionsforschung, Rechtsvergleichung und humanitäres Völkerrecht.

Weitere Details

Erschienen: 25.05.2016

Umfang: XXIV, 289 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 2.3 x 21.1 x 14.8 cm

ISBN/EAN: 9783643132864

Umbreit-Nr.: 9383923