Paranoide Fiktionen
Kapitalismus- und Erkenntniskritik in Ricardo Piglias Kriminalromanen, Kriminalität in Literatur und Medien 7
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Zusatztext
Ricardo Piglias Kriminalromane haben das Genre kritisch beleuchtet und erneuert. Die Untersuchung kapitalismus- und erkenntniskritischer Perspektiven in Plata quemada, Blanco nocturno und El camino de Ida verbindet literaturtheoretische mit -historischen Reflexionen. Ausgehend von der These, dass die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft sowie Diskurse um Aufklärung und Positivismus zentrale Entstehungsbedingungen des Kriminalromans sind, wird nach den Möglichkeiten und Grenzen ihrer Kritik sowie einer dem Genre inhärenten Dialektik gefragt. Mithilfe marxistischer und poststrukturalistischer Ansätze werden Piglias Romane vor dem Hintergrund des argentinischen Kontexts als postmoderne littérature engagée analysiert. Die Arbeit wurde 2023 mit dem Elise Richter-Preis des Deutschen Romanistenverbands ausgezeichnet.
Autorenportrait
Dr. Lina Wilhelms ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft/Romanistik an der Universität Bielefeld.
Weitere Details
Erschienen: 01.02.2024
Umfang: xi, 672 S., 1 s/w Illustr., 672 S. 1 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783662679692
Umbreit-Nr.: 273724
