Die Biopolitik des Nationalsozialismus
Ethos, Mythobiologie und NS-Erziehungstaat. Drei Studien.
€18.99
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert, Festbezug, bitte vormerken
Zusatztext
Im vorliegenden Buch wird in einer kritischen Lektüre der Schriften Giorgio Agambens ein blinder Fleck in dessen Theorie aufgedeckt: sein einseitiger Blick auf die juridisch-rechtliche Struktur des Banns und des homo sacer machen seine Arbeiten blind für die verschiedenen möglichen Zielsetzungen und unterschiedlichen Umsetzungen von Biopolitik. Zum Verständnis der Biopolitik des Nationalsozialismus ist es aber gerade nötig, deren weltanschaulichen Prämissen zu verstehen. Diese Prämissen sollten im nationalsozialistischen Deutschland als neues Ethos über erzieherische Maßnahmen der Bevölkerung vermittelt werden. Die Aufgabe dieses Ethos war dabei vor allem, die Menschen auch ohne Befehle gemäß der NS-Biopolitik handelten zu lassen. Hier kam, neben dem politischen Mythos, vor allem auch einer Mythobiologie, d.h. eine Verbindung von Biologie und Mythos, eine zentrale Rolle bei den erzieherischen Maßnahmen zu. Ohne ein Verständnis der Bedeutung, die diese Mythobiologie und das neue Ethos für die nationalsozialistische Biopolitik hatte, muss deren Analyse, und damit auch eine Analyse des Holocausts, unzulänglich bleiben.
Weitere Details
Erschienen: 03.03.2026
Umfang: 480 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783695106882
Umbreit-Nr.: 425563
