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Direkte Rede

Cover von Direkte Rede

LXXVII Selbstversuche, Passagen Literatur

Ingold, Felix Philipp

Passagen Verlag Ges.m.b.H.

23.50

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Mit dem Fürwort "ich" behauptet sich der Sprecher als erste Person in der Einzahl. Das Wort steht für Individualität, Subjektivität, Unverwechselbarkeit. Dennoch ist es im Sprachgebrauch ein mehrdeutiges Wort, eine Art Joker, der sich versetzen lässt, je nachdem, in welcher Redeperspektive er gebraucht wird - ob im Gespräch, in einem Zitat, in einer Rollenprosa, auf der Bühne oder "im Namen" einer höheren Instanz. Die vorliegenden Erzähltexte sind als ein literarisches Experiment angelegt, das die Rhetorik des "Ich"-Sagens auf ihre Möglichkeiten und auf ihre Grenzen hin prüfen soll. In LXXVII Monologen kommen 77 imaginäre Gestalten zu Wort, monster-, gespenster-, engelhafte Wesen, aber auch Objekte aus der Dingwelt, die allesamt bedenkenlos und ungeniert "ich" sagen, obwohl sie über kein souveränes "Ich" verfügen - sie sprechen nach dem Diktat des Autors und sie sagen "ich" gemäß der Rolle, die sie zu spielen haben. Ob und wie das geht, zeigen die hier dokumentierten "Selbstversuche", bei denen nicht nur eine "Angstselige", ein "Zwillinger" und ein "Ladenhüter", sondern auch ein "Odradek" und selbst der Schreibtisch des Verfassers in der ersten Person der Einzahl zu Wort kommen.

Autorenportrait

Felix Philipp Ingold, geboren 1942 in Basel, lebt und arbeitet als freier Autor, Herausgeber und Übersetzer in Romainmôtier (französische Schweiz).

Weitere Details

Erschienen: 15.11.2016

Umfang: 224 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.8 x 21 x 12.5 cm

ISBN/EAN: 9783709202319

Umbreit-Nr.: 9488729

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