Samuel Beckett liest James Joyce aus Fritz Mauthners 'Kritik der Sprache' vor
Stück, Passagen Literatur
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Zusatztext
1929. James Joyce lebt mit seiner Familie im Pariser Exil. Der junge Samuel Beckett - dereinst der andere große Exilant der anglo-irischen Literatur - unterstützt den zunehmend an Sehstörungen leidenden älteren Schriftsteller. Er liest ihm etwa immer wieder aus Fritz Mauthners Kritik der Sprache vor: Es ist die Kritik einer Sprache, deren Tendenz zu Täuschung und Missverständnis nur mit einer Dichtung begegnet werden kann, die darauf abzielt, sprachliche Lust zu erregen. Doch Joyce und Beckett, der Worterfinder, Wortaufbläher, Sprachüberwältiger und der trist nach kargen Worten Suchende, der hätschelnde Vater und der ewig Misstrauische, werden entzweit: Beckett erwidert Lucia Joyces Liebe nämlich nur mit Freundlichkeiten. Das treibt sie in den Wahnsinn und letztlich in eine Reihe von geschlossenen Anstalten. Gesellschaft leistet ihr dort das Ausgespinst einer literarischen folie-à-deux der beiden Männer.
Autorenportrait
Götz Wienold, geboren 1938, lebt in Tokyo, schreibt Theaterstücke, Romane, Erzählungen und Essays.
Weitere Details
Erschienen: 28.03.2025
Umfang: 80 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
ISBN/EAN: 9783709206232
Umbreit-Nr.: 5070822
