Die Sackgasse
Was ist in dieser Erzählung zu sehen? Ein kurzes und extremes sexuelles Geschehen. Aber an die Stelle des Fleisches tritt schon bald das Denken und kreist um die Einsamkeit der Körper.
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Zusatztext
In Die Sackgasse schildert Michel Surya den Gedankenstrom eines Mannes, der dabei ist, mit einer Frau zu vögeln. Ohne Punkt und Komma, ohne Absatz rast dieses poetische Stoßgebet zur fleischlichen Maßlosigkeit auf den Grundsatz des Todes zu. Die Sprache wird zum Medium einer Erotik der Verdichtung und des Zusammenbruchs. Die Sackgasse, ein Gedankenroman, ist eine Litanei entsetzlich unerfüllter Lebenskraft. Und zugleich eine Vanitas zur Zelebrierung einer reinen Zerebralität. Surya geht es darum, die Körper zu zerebralisieren, und nicht darum, das Denken zu pornografisieren. Und dennoch ist Die Sackgasse auch eine materialistische Mystik: Sie will das Denken obszönisieren, das Obszöne denken.
Autorenportrait
Michel Surya, 1954 geboren, Schriftsteller und Philosoph, hat neben seiner einschlägigen Biografie zu Georges Bataille (<em>Georges Bataille: la mort à l'oeuvre</em>) zwei Romane sowie mehrere Erzählungen und philosophische Essays veröffentlicht. 1987 rief er die Zeitschrift <em>Lignes</em> ins Leben, deren Herausgeber er bis vor Kurzem gewesen ist.
Weitere Details
Erschienen: 12.05.2022
Umfang: 64 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.5 x 18.5 x 11.6 cm
ISBN/EAN: 9783751800778
Umbreit-Nr.: 3067346
