Theorien des Dritten
Innovationen in Soziologie und Sozialphilosophie, Texte und Studien zu Handlung, Sprache und Lebenswelt, Übergänge 58
Thomas Bedorf/Gesa Lindemann/Joachim Fischer u a
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Zusatztext
In der Funktion des 'Dritten' liegt das Potential für eine weitreichende Umstellung der Sozialtheorie. In erkenntnistheoretischer und ethischer Hinsicht ist der Dritte konstitutiv für Subjektbildung, Sozialitätsgenese und Wissenserzeugung. Die systematische soziologische wie sozialphilosophische Reflexion auf den Status triadischer Intersubjektivität eröffnet neue Perspektiven, wenn es um die Bestimmung der Grenzen des Sozialen, den Übergang von der Interaktion zur Institutionalisierung und umgekehrt um die Rückbindung sozialer Systeme an die konkrete Beziehung geht. Der Dritte erzeugt Differenz, stabilisiert und stört soziale Relationen, stiftet Spielraum und Gerechtigkeit. Insofern ist der sozialtheoretische Paradigmenwechsel vom 'Anderen' zum 'Dritten' relevant sowohl in ethisch-politischer wie in epistemologischer Hinsicht.
Weitere Details
Erschienen: 18.08.2010
Umfang: 318 S., 6 s/w Fotos, 6 Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.6 x 22 x 14.5 cm
ISBN/EAN: 9783770550210
Umbreit-Nr.: 1014069
