Die Wetterseiten der Literatur
Poetologische Konstellationen und meteorologische Kontexte im 19. Jahrhundert, Periplous, Münchener Studien zur Literaturwissenschaft
€89.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Das Wetter wird im 19. Jahrhundert als undurchsichtiges Kräftegemisch beschrieben, das eine nicht kontrollierbare Unordnung, eine nicht kalkulierbare Überkomplexität und eine nicht vorhersehbare Zukunft impliziert. Oliver Grill arbeitet diese Signatur heraus. Seine Studie erschließt meteorologische Wissenshorizonte und Denkfiguren für die Analyse literarischer Wettertexte - u.a. von Goethe, Büchner, Stifter, Raabe und Fontane. Dabei geht es um existentielle Erfahrungen der Schutzlosigkeit, um die intensive Durchmischung von Wetter- und Gefühlslagen, um die enge Verbindung des Wetters mit Zuständen politisch sozialer Unruhe und um die qua Wetter reflektierten Zukunfts- und Kontingenzerfahrungen der Moderne.
Autorenportrait
Oliver Grill ist Postdoktorand in der DFG-Forschergruppe Philologie des Abenteuers an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Weitere Details
Erschienen: 08.03.2019
Umfang: X, 314 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.2 x 23.5 x 15.5 cm
ISBN/EAN: 9783770564231
Umbreit-Nr.: 6124792
