Traunstein
St. Oswald, Kleine Kunstführer 536
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Zusatztext
St. Oswald ist die erste rein barocke Anlage von höherem architektonischem Anspruch im Chiemgau, die auch für die Entwicklung und Ausbreitung des Wandpfeilersaales in Südostbayern von Bedeutung war. Nachdem Brände die Ausstattung verschiedener barocker Phasen großenteils zerstört haben, ist für den heutigen Eindruck die neubarocke Ausgestaltung vor allem des angehenden 20. Jh. bestimmend, in der sich deutlich das Bestreben äußert, mit ornamentaler Fülle eine barocke Raumwirkung zu erzielen. So zeigt sich die Traunsteiner Stadtpfarrkirche heute als monumentaler Hochbarockbau mit einer weitgehend geschlossen erhaltenen neubarocken Ausgestaltung, in die einzelne barocke Stücke übernommen werden konnten. Die neugestalteten liturgischen Orte zeigen ferner, dass der Glaube und sein künstlerischer Ausdruck nicht stehen bleiben. In dem ebenso mit Kunst der Gegenwart ausgestatteten Erinnerungsort für Papst Benedikt XVI. sowie in der Namensgebung des Papst-Benedikt- Orgelwerkes drückt sich der Rang von St. Oswald als Primiz- und 'heimatliche Pfarrkirche' von Papst Benedikt, seinem Bruder und Pfr. Rupert Berger aus: Denn 'hier war das Zentrum und die Mitte für ihre Berufung' (Pfr. Sebastian Heindl).
Weitere Details
Erschienen: 22.12.2022
Umfang: 46 S., 27 farbige Illustr., 1 Karte
Sprache: Deutsch
Einband: GEH
ISBN/EAN: 9783795472399
Umbreit-Nr.: 6652932
