Die Orgeln am Deich
Mensch und Kultur im Marschland an der Nordsee, Kunst und Konfession in der Frühen Neuzeit 10
Ein Buch für Nordsee-Liebhaber, die Interesse an Kultur haben und mehr über die Geschichte des Landes am Weltnaturerbe Wattenmeer erfahren möchten
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Zusatztext
Unter Musikfreunden genießen Dörfer wie Steinkirchen, Cappel oder Rysum Weltruf: wegen ihrer Orgeln. Die frühesten wurden um 1440 errichtet; um 1590 stand in jeder wichtigeren Dorfkirche ein solches Instrument. An ihnen entwickelte sich über Generationen hinweg ein beeindruckendes Kulturerbe, zugleich im lebendigen Wechselspiel mit Metropolen. Berühmte Orgelbauer wurden für den Bau engagiert, nicht zuletzt Arp Schnitger (1648-1719), der selbst ein Kind dieser Musiklandschaft war. Die Orgeln zeugen von den hohen Ansprüchen, die an sie gerichtet wurden. Dies lenkt den Blick auf die Dorfeinwohner. Dank uralter Privilegien genossen sie Handlungsfreiheit. Für die Deiche, die das extrem fruchtbare Agrarland schützen, sorgten sie selbst. Ebenso verwirklichten sie kulturelle Interessen gemeinschaftlich. Ort für Ort lässt sich zeigen, wie die Orgel dabei als Krönung wirkte.
Autorenportrait
Prof. Dr. Konrad Küster ist Professor für Musikwissenschaft an der Universität Freiburg.
Weitere Details
Erschienen: 07.01.2026
Umfang: 1472 S., 6 s/w Illustr., 570 farbige Illustr., 16
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 11.6 x 28.8 x 22 cm
ISBN/EAN: 9783795490317
Umbreit-Nr.: 6990697
