Die Decke schwindet
Handlung und Figurenrede in Schikaneders Zauberflöte und deren folgenreiche Überarbeitung durch Christian August Vulpius, Beiträge zur neueren Literaturgeschichte [Dritte Folge] 438
Universitätsverlag Winter GmbH Heidelb
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Zusatztext
In ihrer Studie gibt Cornelie Becker-Lamers ausführlich Einblick in die Archivalien zur Weimarer Zauberflöte. Ausgehend von ihrer Beobachtung, dass die Bühnenhandlung der Zauberflöte die Figurenrede der Priesterwelt sehr konsequent konterkariert, untersucht sie Schikaneders Libretto (1791) v.a. im Hinblick auf das Ausstellen rhetorischen Sprechens. Die Folien hierfür sind Schikaneders Vorlagen in den Dschinnistan-Märchen von Liebeskind, Wieland und Einsiedel (1786-89) sowie Goethes Groß-Cophta (1791) und Elisa von der Reckes Nachricht über den Hochstapler Cagliostro (1787). Dass in der Zauberflöte die Bühnenhandlung nicht als die Realität wahrgenommen wird, an der die Figurenrede sich messen lassen muss, wird mit den einschneidenden Veränderungen begründbar, die Vulpius rezeptionsgeschichtlich auswirkungsreiche Libretto-Bearbeitung (1794) in der Anlage der Figuren aufweist. Deren Wirkung verstellt bis heute den Blick auf Schikaneders Original und ist noch in den jüngsten Nacherzählungen der Zauberflöte nachweisbar.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2025
Umfang: 426 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783825396831
Umbreit-Nr.: 7790356
