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Wissen in Bewegung

Cover von Wissen in Bewegung

Latina-Kulturtheorie, Literaturtheorie, Epistemologie, Epistemata - Literaturwissenschaft 823

Radlwimmer, Romana

Königshausen & Neumann

49.80

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Wissen in Bewegung untersucht zeitgenössische Latina-Theorie/n: kultur- und literaturwissenschaftliche, postkolonial und feministisch informierte Theorien Lateinamerikas. Der gängige Forschungsstand zweifelt die Handlungsfähigkeit von Latina-Theorie oftmals an. Es fehle ihr an innovativer Stärke; das subalterne Subjekt bleibe, was Theoriebildung betreffe, stumm. Diese Beurteilungen verschweigen, wie sie Latina-Theorie/n selbst zum subalternen Subjekt stilisieren, an Dependenzdiskursen teilnehmen, und, in einem Begehren nach Unmissverständlichkeit und Statik, klare Vorstellungen von Theorie einfordern. LatinaTheorien scheinen aber keiner eindeutigen Verortung zu folgen. Unterschiedlichste kulturelle und literarische Phänomene kreativ und sensibel behandelnd, agieren sie mit dem Verständnis eines flottierenden Dazwischen, das sie so behutsam, fast lautlos, einführen, dass dieses (und sie selbst) nicht sofort Gehör finden muss (müssen). Sie erfinden sich als literarische Theorien, gehen aber über traditionelle Registerüberschneidungen wiederholt als hybride Texte beschrieben hinaus: sie erstellen nämlich performative Konzepte, die sich in oszillierenden Textwelten bewegen. Sich von substanzlosem Zelebrieren von Mobilität distanzierend, reflektieren sie spezifische Situiertheit in prekären Verhältnissen, und transportieren Modelle widerständischer Praktiken und politischen Veränderungspotentials. Die exemplarisch analysierten Theorien von Gloria Anzaldúa, Rosario Ferré, Nelly Richard und Luisa Valenzuela veranschaulichen unterschiedliche Blickwinkel von Latina-Theorie. Vier verschiedene Regionen lateinamerikanischer symbolischer Äußerung (Argentinien, Chile, Puerto Rico, die USA), vier verschiedene kulturelle Kontexte, vier verschiedene Theorieansätze (historisch-kritisch, radikal, postkolonial, poststrukturalistisch) belegen gleichwohl deren Kontinuität: die transformative Kraft, sich im Dazwischen stets neu zu entwerfen.

Autorenportrait

Romana Radlwimmer studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Wien und der Universidad Autónoma de Madrid. 2008-09 Österreichisches Unterrichtspraktikum in Atlanta, USA. 2009-14 OeAD-Lektorin an der Universidad de Salamanca in den Bereichen Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft. Derzeit Post-Doc-Position Literaturwissenschaft am Departamento de Estudos Românicos der Universidade de Lisboa.

Weitere Details

Erschienen: 15.07.2015

Umfang: 360 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 2.6 x 23.5 x 15.5 cm

ISBN/EAN: 9783826056079

Umbreit-Nr.: 7742896

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