Heimbegehren
'Heimkehr' als literarisches Motiv
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Zusatztext
Zwei Traditionsstränge dominieren das Heimkehr-Thema in der Literatur: das Gleichnis vom verlorenen Sohn und die Odyssee. Das biblische Gleichnis erweist sich insofern als hermeneutischer Glücksfall, als der Weggang des Sohnes und seine Rückkehr in der Bewertung zu widersprüchlichen Ergebnissen führen. Und Odysseus, der vielgewanderte Kriegsheimkehrer, ist Sinnbild für das Heimbegehren, das keineswegs einen harmonischen Abschluss finden muss. In einem diachronen Aufriss über das Mittelalter bis in die Gegenwart wird gezeigt, wie die beiden Stränge teilweise parallel, teilweise aber auch miteinander verquickt, immer wieder zu neuen Gestaltungen - den jeweiligen Zeitumständen Rechnung tragend - führten. Neben den großen Autoren wie Keller, Raabe, Kafka und vielen anderen werden auch Märchen, populäre Lieder und die Trivialliteratur einbezogen. Zudem fordert das Thema zu einer Auseinandersetzung mit dem Wortstamm heim heraus, der in Zusammensetzungen wie Heimkehr, Heimweh oder Heimat etwas Wohltuendes, Vertrautes suggeriert, sich aber auch in Begriffen wie Geheimnis, Heimlichkeiten, Heimsuchung oder gar Heimtücke findet. Auch dieses Spektrum wird in der hier besprochenen Literatur abgebildet. Deutschsprachige Texte stehen im Vordergrund; es werden aber auch europäische und außereuropäische Schriften behandelt.
Weitere Details
Erschienen: 09.12.2025
Umfang: 252 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.8 x 23.5 x 15.5 cm
ISBN/EAN: 9783826095559
Umbreit-Nr.: 7622166
