Gewalt, Geschichte, Gerechtigkeit
Transnationale Debatten über deutsche Staatsverbrechen im 20. Jahrhundert, Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts 19
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Zusatztext
Mit dem Aufkommen des modernen Kriegsvölkerrechts im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts veränderte sich der Blick auf die verschiedenen Erscheinungsformen staatlich organisierter Gewalt. Am Beispiel politischer, rechtlicher und wissenschaftlicher Debatten um deutsche (Massen-)Gewalt, die über ein knappes Jahrhundert und in verschiedenen zeitlichen und räumlichen Zusammenhängen beleuchtet werden, geht Annette Weinke dem sich wandelnden Charakter des humanitären Völkerrechts nach und fragt nach den Verschränkungen von historischer Erfahrung, Historiographie, Recht und (Moral-)Politik. Ihre Untersuchung betritt historisches Neuland, indem sie erstmals die wirklichkeitskonstituierenden Wirkungen des Völkerstrafrechts und der Menschenrechte in eine längere zeitliche Perspektive rückt. Im Fokus stehen dabei deutsche Völkerrechtsverstöße im Ersten Weltkrieg, die nationalsozialistischen Massenverbrechen und der Holocaust sowie das Systemunrecht der DDR.
Autorenportrait
Annette Weinke, geb. 1963, ist Privatdozentin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Jena. Sie forscht und publiziert seit vielen Jahren zur Geschichte der Menschenrechte und des Völkerstrafrechts, der alliierten Entnazifizierungs- und Strafpolitik und der NS-Prozesse im geteilten Deutschland. Veröffentlichungen u. a.: Die Nürnberger Prozesse (2006); Toward a New Moral World Order Menschenrechtspolitik und Völkerrecht seit 1945 (Mithg., 2013).
Weitere Details
Erschienen: 04.04.2016
Umfang: 372 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3 x 22.8 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783835317666
Umbreit-Nr.: 8147283
