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Geschichtspolitik im öffentlichen Raum

Cover von Geschichtspolitik im öffentlichen Raum

Zur Benennung und Umbenennung von Straßen im internationalen Vergleich

Birgit Nemec/Florian Wenninger/Oliver Rathkolb

Vandenhoeck & Ruprecht

In fünf Fallbeispiele, von Israel über Ungarn und Spanien bis Belgien und Österreich, werden Straßennamen als Instrumente nationaler wie kommunaler Geschichtspolitiken untersucht. Die jeweiligen nationalen Kontexte unterscheiden sich erheblich. Sie sind geprägt von postdiktatorischen oder postkolonialen Diskursen ebenso wie von ethnischen Konflikten. Gemeinsam ist ihnen die hohe affektive Aufladung des Symbols 'Straßenname' vor dem Hintergrund rivalisierender politischer und historischer Identitäten. Die AutorInnen fragen nach AkteurInnen, Motiven sowie Strategien der Inskription und Aneignung und untersuchen typische Verläufe von Benennungs- und Umbenennungsdebatten.

25.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Ein weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, in Straßennamen gleichsam die Geschichte einer Stadt lesen zu wollen. Tatsächlich bilden sie hegemoniale Verhältnisse ab: Herrschende Eliten schreiben ihre Werthaltungen in den öffentlichen Raum ein und werden hierbei mit Aneignungsprozessen und kritischen Gegenentwürfen konfrontiert. Fünf Fallbeispiele, von Israel über Ungarn und Spanien bis Belgien und Österreich, untersuchen im vorliegenden Heft Straßennamen als Instrumente nationaler wie kommunaler Geschichtspolitiken. Die jeweiligen nationalen Kontexte unterscheiden sich erheblich, je nach Land und untersuchter Epoche sind sie geprägt von postdiktatorischen und postkolonialen Diskursen ebenso wie von ethnischen Konflikten. Gemeinsam ist ihnen die hohe affektive Aufladung des Symbols 'Straßenname' vor dem Hintergrund rivalisierender politischer und historischer Identitäten. Die AutorInnen fragen nach AkteurInnen, Motiven sowie Strategien der Inskription und Aneignung und untersuchen typische Verläufe von Benennungs- und Umbenennungsdebatten. It is a widespread misunderstanding that we can understand the history of a city by reading its street names. Actually, they represent hegemonic relationships: dominant elites write their values in public and are therefore confronted with adaptation processes and critical responses. In this present issue five case studies from Israel to Hungary, from Spain to Belgium and Austria will demonstrate street names as instruments of national and local historical policies. The respective national contexts differ heavily depending on the country and era they are characterised by postdictatorial and postcolonial discourses as well as ethnic conflicts. One thing they have in common is the highlyaffective connotation of the symbol street name on the background of competing political and historical identities. The authors ask for protagonists, reasons and strategies of the inscription and adaptation and analyses typical courses of naming and renaming debates.

Autorenportrait

Florian Wenninger, geb. 1978 in Oberndorf/Sbg.

Weitere Details

Erschienen: 17.06.2019

Umfang: 174 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

ISBN/EAN: 9783847110064

Umbreit-Nr.: 7153764

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