Selbst-Gerechtigkeit
Zum Verhältnis von Juristenpersönlichkeit, Urteilsrichtigkeit und 'effektiver Strafrechtspflege'
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
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Zusatztext
Im Kriminalprozess hngt die Wahrheit der im Urteil erzhlten Geschichte eines Verbrechens nicht zuletzt davon ab, ob sich die beteiligten Juristen selbst gerecht werden knnen: Je weiter man von der Wahrheit entfernt bleibt, desto weniger gerecht fallen Schuldfeststellung und Reaktion oder Sanktion aus. Um sich gerecht werden zu knnen Selbst-Gerechtigkeit, muss man die eigene Selbstgerechtigkeit berwinden. Tatschlich lsen institutionelle Routinen jedoch einen psychischen Abwehrvorgang aus und verstrken ihn. Die Auflsung von Selbstgerechtigkeit gelingt daher am ehesten in einer deinstitutionalisierenden Umgebung, in der Selbsterkenntnis auch bezglich der professionellen Person und ihres Handelns mglich ist. In seiner, schon in der ersten Auflage Mastbe setzenden Untersuchung beschreibt Dirk Fabricius zum einen die Vorgnge der gesellschaftlichen Produktion von Unbewusstheit (Erdheim) in der Strafjustiz durch und bei den beteiligten Juristen. Zum anderen berichtet er von exemplarischen Erfahrungen, die ber die psychoanalytisch inspirierte Themenzentrierte Interaktion (Ruth C. Cohn) zu mehr Selbst-Gerechtigkeit fhren knnen. Die zweite, vollstndig berarbeitete Auflage zeigt auf, dass die Fragestellung auch nach 20 Jahren nichts von Ihrer Aktualitt verloren hat.
Weitere Details
Erschienen: 16.05.2014
Umfang: 376 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.1 x 22.8 x 15.4 cm
ISBN/EAN: 9783848702886
Umbreit-Nr.: 6616202
