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Das Loch

Cover von Das Loch

Beobachtungen vom Schwinden des Seins, IMD 429

Hagen, Wolfgang

Merve Verlag

12.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Beim Verlag bestellbar. Führen wir nicht bzw. nicht mehr

Zusatztext

Seit dem späten Mittelalter existiert - im christlichen Abendland - das Loch zur Steuerung von Glocken, Tönen und Ton-Automaten, später von Webstühlen und Rechenmaschinen. Später gerät es zur Perforation des Films und wird zum Essential der Hollerithmaschine sowie der Punchcards der Computer, bis am Ende Finger und Augen, also das Keyboard und der Screen, die Lücken schließen. Genau in diesem Augenblick aber verschwindet das Loch im Silizium, als zentraler Elementarbaustein der operationalistischen Quantenmechanik des Transistors. Das wiederum hat ermöglicht, den Hubble-Satelliten und seine Computer ins Weltall zu schießen, die uns seither Kunde geben von (mindestens) einem 'Schwarzen Loch' in jeder Galaxie. Neben dem, dass das Universum zu 95% von ('dunkler') Materie und Kräften durchdrungen ist, die wir nicht kennen, ist es durchsetzt von 'Löchern', deren Physik wir nicht verstehen, weil in ihnen kein Raum und keine Zeit existiert. Diese lochhafte 'Singularität' kündigt nun aber vom Ende her eine Vereinbarung auf, die - mit Newton - die Neuzeit eröffnete und den Grund aller Aufklärung legte: nämlich dass die Dinge im Himmel so seien wie auf Erden. Sie sind es nicht. So schwindet das Sein des Menschen und seiner Dinge im Operationalismus einer Differenz, die sich nicht schließen lässt.

Autorenportrait

Wolfgang Hagen (1950), Professor für Medienwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg.

Weitere Details

Erschienen: 01.05.2022

Umfang: 96 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.8 x 17 x 12 cm

Lesealter: Lesealter: 0-99 J.

ISBN/EAN: 9783883963730

Umbreit-Nr.: 7804260

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