Anton Kuh
Kaffeehausliterat zwischen Prag, Wien und Berlin, Jüdische Miniaturen 198, Herausgegeben von Hermann Simon
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Zusatztext
Im Zuge des anekdotischen Erzählens über den 1890 in Wien geborenen Bohemien und Kaffeehausliteraten Anton Kuh wird häufig vergessen, dass er auch ein äußerst fleißiger Schriftsteller und Journalist war, der zu Lebzeiten sechs Bücher und über 1500 journalistische Arbeiten veröffentlichte. Sein publizistisches Wirken stellte Kuh über Jahre in den Dienst des Kampfes gegen Nationalismus, Militarismus und den Aufstieg der Nationalsozialisten. Als hellsichtiger, unabhängiger Beobachter und scharfzüngiger Kommentator seiner Zeit war er, den Alfred Kerr als Hirnzigeuner von lukianischem Geblüt bezeichnete, einer der hervorstechenden Chronisten des politischen und kulturellen Lebens in Wien und Berlin in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Von den Nazis ins Exil getrieben, starb Anton Kuh 1941 in New York.
Autorenportrait
Dr. phil., geboren 1969 in Speyer, Germanist, Politologe, Universitätswissenschaftler und Kulturpublizist (Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, Wiener Zeitung). Zahlreiche Buchveröffentlichungen und Aufsätze zur Wiener Kulturgeschichte im 20. Jahrhundert.
Weitere Details
Erschienen: 15.01.2017
Umfang: 62 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 15.6 x 11.7 cm
ISBN/EAN: 9783955651909
Umbreit-Nr.: 900877
