Samuel Lampel
Kantor, Lehrer, Komponist, Publizist, Jüdische Miniaturen 281, Herausgegeben von Hermann Simon
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Zusatztext
Samuel Lampel (1884-1942), aufgewachsen im Berliner Scheunenviertel, wirkte zehn Jahre als Lehrer an der jüdischen Gartenbauschule in Hannover-Ahlem, bevor er 1914 als Kantor der liberalen Gemeindesynagoge nach Leipzig ging. Ein großes Anliegen war es ihm, durch Konzerte und Rundfunksendungen Nichtjuden für jüdische Kultur zu interessieren. Seine Sammlung Kol Schmuel (Die Stimme Samuels), die 57 Kompositionen für die Sabbat- und Festtagsliturgie enthält, fand überregionale Beachtung. Nach der Pogromnacht 1938 wirkte Lampel zudem als Rabbiner, gleichermaßen für liberale und orthodoxe Juden. Vielen ehemaligen Leipzigern blieb Lampel, der mit seiner Frau Rosa im Juli 1942 gen Osten deportiert wurde, als leidenschaftlicher Lehrer der Ephraim-Carlebach-Schule in Erinnerung.
Autorenportrait
geboren 1963, Studium der Musikwissenschaft, Promotion, Habilitation und Lehrtätigkeit in Leipzig, freier Autor, Schulprojekte, heute Mitarbeiter im Seniorenbüro Ost Leipzig. Zahlreiche seiner Veröffentlichungen und Vorträge widmen sich der Kunst unter Diktaturen und jüdischen Musikern in Leipzig.(ISBN 978-3-95565-413-9), Eduard Duckesz. Ein Rabbiner in Altona (ISBN 978-3-95565-426-9).
Weitere Details
Erschienen: 15.09.2021
Umfang: 76 S.
Sprache: Deutsch
Format: 0.4 x 15.6 x 11.5 cm
ISBN/EAN: 9783955654900
Umbreit-Nr.: 2538950
