Die Medien-Immersionen der Anderen
Feministische, kritisch-phänomenologische Perspektiven
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Zusatztext
'Die Medien-Immersionen der Anderen. Feministische, kritisch-phänomenologische Perspektiven' untersucht Modellierungen der sogenannten immersiven Rezeptionshaltung in Film-, Bild- und Medienkulturen kritisch auf ihre problematischen Otherings. Anhand zahlreicher Fallbeispiele zeichnet Laura Mücke nach, wie herabwürdigende Topoi - wie solche der naiven Zuschauer:in, der gutgläubigen Migrant:innen oder der indoktrinierbaren Arbeitslosen - von Debatten über das Panorama-Bild im 19. Jahrhundert bis in heutige Diskurse zu Sozialen Medien weitertradiert werden. Die vermeintlich universale, lineare Entwicklungs- und Mythisierungsgeschichte des Medialen wird dadurch als normative Fiktion einer vermeintlich omnipotenten Gesellschaft enttarnt. Und es zeigt sich, dass zentrale Begriffe der Medien- und Kunsttheorie selbst einem weiß und patriarchal geprägten, Ausschluss produzierenden Idealmodell subjekttheoretischer Souveränität folgen, das prekäre Subjektpositionen als das zu verurteilende Andere deklariert. Das Buch setzt diesen Perspektiven das Plädoyer entgegen, künftig eine Theoriebildung möglich zu machen, die von schwachen und abhängigen Subjektpositionen ausgeht und komplexe, ambivalente, gemischte Gefühle - wie das der Immersionsscham - zum Ausgangpunkt des Denkens macht.
Weitere Details
Erschienen: 17.06.2026
Umfang: 620 S., 490 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783963174476
Umbreit-Nr.: 9454692
