Pophörspiele
Interdisziplinäre Einzelanalysen, neoAVANTGARDEN 11/2020
Hans-Edwin Friedrich/Sven Hanuschek/Stefan Greif u a
€28.00
(inklusive MwSt.)
Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug
Zusatztext
Hörspiele - in den 1920er Jahren für das Radio entwickelt - bilden ein eigenes literarisches Genre. Nach einer lebhaften Entwicklung sprengt das Pophörspiel als Kunstform ab den späten 1960er Jahren dann radikal mediale Grenzen und Hörerwartungen: Dies zeigt sich etwa in musikähnlichen Collagen, der Zitation und Verhandlung von Pop-Lebensstilen oder der Demontage des narrativen Sinngehalts. Wobei es dem Pophörspiel immer auch darum geht, die Öffnung zur Rock- und Popmusik sowie zur Popkultur allgemein voranzutreiben und einer bürgerlichen Kunstauffassung kritisch zu begegnen. Im Band versammeln sich exemplarische Blicke auf ausgewählte Hörspiele von u. a.: Andreas Ammer / FM Einheit, Sibylle Berg, Rolf Dieter Brinkmann, Heiner Goebbels / Heiner Müller, Ferdinand Kriwet, Thomas Meinecke, Rimini Protokoll, Milo Rau, Kathrin Röggla, Christoph Schlingensief, She She Pop und Wolf Wondratschek.
Autorenportrait
Stefan Greif (*1961) ist seit 2007 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Kassel. Promotion 1992 zum Ehrkonzept bei Theodor Fontane, Habilitation 1998 mit einer Arbeit zu Bildästhetik und Beschreibungskunst in der Literatur. Zuletzt erschien von ihm das "Herder Handbuch" (Hg., 2016).
Weitere Details
Erschienen: 15.10.2020
Umfang: 290 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2 x 23 x 15.1 cm
ISBN/EAN: 9783967072273
Umbreit-Nr.: 9241696