Die Augen des Fremden
Kritik der Kulturanthropologie
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Zusatztext
Dieses Buch erscheint zum hundertsten Jahrestag der Veröffentlichung von Bronislaw Malinowskis Argonauten des westlichen Pazifiks (1922), dem Geburtsdatum der modernen anthropologischen Ethnographie. Unter Berücksichtigung der kritischen Überlegungen, die in diesem Jahrhundert gegen die positivistische Anthropologie und die ethnographische Autorenschaft entwickelt wurden, formuliert das Buch eine radikale Kritik an dem Anspruch der Kulturanthropologie, sich auf der Grundlage von Daten, die aus der sogenannten "teilnehmenden Beobachtung" gewonnen wurden, als Sozialwissenschaft zu präsentieren. Feldforschung als wissenschaftliche Praxis der Konfrontation mit menschlicher Vielfalt erzeugt keine faktischen Daten, sondern Sichtweisen, die - wie James Clifford sagt - nur Teilwahrheiten sind. Diese Daten sind jedoch grundlegende Anhaltspunkte für das historische Verständnis. Das Buch besteht aus vier Kapiteln, von denen die ersten drei ("Die flüchtige Legitimation der Kulturanthropologie", "Die Ambiguitäten der anthropologischen Ethnographie" und "Ethnographische Relativität") die pars destruens bilden, während das vierte ("Ethnographie und historisches Verstehen") versucht, eine pars construens zu skizzieren.
Autorenportrait
Mariano Pavanello (Venedig 1944) hat Ethnologie an Universitäten gelehrt. Er leitete die Abteilung für Geschichte, Kulturen und Religionen an der Universität Sapienza in Rom. Er hat in Afrika geforscht. Zu seinen Büchern gehören: Der Ameisenbär und der Frosch (2000), La papaye empoisonnée (2017); Perspectives on African Witchcraft (Hrsg. 2017); Shores of Slaves (2022).
Weitere Details
Erschienen: 26.03.2022
Umfang: 128 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786204574776
Umbreit-Nr.: 5381298
