Eugen Onegin - Roman in Versen
Liebe, Duell und Petersburger Gesellschaft im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts
Puschkin, Alexander Sergejewitsch
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Zusatztext
Alexander Sergejewitsch Puschkins Eugen Onegin, zwischen 1823 und 1831 entstanden, ist ein "Roman in Versen" und zugleich ein Schlüsseltext der russischen Moderne. In der kunstvoll geregelten Onegin-Strophe entfaltet sich die Geschichte des gelangweilten Petersburger Dandys Onegin, der empfindsamen Tatjana Larina und des Dichters Lenski. Liebesverfehlung, Duell, gesellschaftliche Konvention und innere Leere verbinden sich mit ironischer Erzählkunst, psychologischer Präzision und einer enzyklopädischen Darstellung des russischen Lebens. Puschkin, 1799 in Moskau geboren, verband europäische Bildung, aristokratische Herkunft und politische Erfahrung zu einer neuen nationalen Literatursprache. Seine Verbannungen, seine Nähe zu dekabristischen Kreisen und seine Kenntnis französischer wie englischer Literatur prägten den Blick auf Freiheit, Standesgesellschaft und individuelle Selbsttäuschung. In Onegin verarbeitet er eigene Generationserfahrungen: die Müdigkeit nach napoleonischer Epoche, die Faszination des Westens und die Suche nach authentischer russischer Stimme. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern ein vielschichtiges literarisches Laboratorium entdecken wollen. Eugen Onegin belohnt genaue Lektüre durch Witz, musikalische Form und nachhaltige Figurenzeichnung; es bleibt unverzichtbar für das Verständnis von Lermontow, Gogol, Tolstoi und Dostojewski.
Weitere Details
Erschienen: 14.12.2022
Umfang: 248 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027345854
Umbreit-Nr.: 7955996
