Geschichte des Fräuleins von Sternheim
Briefroman der Empfindsamkeit über Tugend, Hofintrigen und weibliche Selbstbehauptung im 18. Jahrhundert
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Zusatztext
Geschichte des Fräuleins von Sternheim entfaltet in Briefform den Lebensweg der tugendhaften Sophie von Sternheim, die zwischen höfischer Intrige, Verführung und moralischer Selbstbehauptung ihren Platz sucht. Als empfindsamer Roman verbindet das Werk psychologische Innenschau, pietistisch geprägte Ethik und aufklärerische Gesellschaftskritik. La Roche nutzt den polyphonen Briefwechsel, um weibliche Erfahrung, Erziehung und Gefühlskultur im literarischen Kontext des späten 18. Jahrhunderts neu sichtbar zu machen. Sophie von La Roche (1730-1807), eine zentrale Gestalt der deutschen Aufklärung und Empfindsamkeit, kannte die Spannungen zwischen Bildungsideal, Standesordnung und weiblicher Abhängigkeit aus eigener Erfahrung. Ihr literarischer Salon, ihre Verbindungen zu Wieland, Goethe und anderen Zeitgenossen sowie ihr Engagement für weibliche Bildung prägen diesen Roman. Die Autorin schreibt nicht bloß moralisch belehrend, sondern erkundet die Bedingungen, unter denen eine Frau Vernunft, Gefühl und Integrität behaupten kann. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Anfänge des deutschsprachigen Romans, frühe weibliche Autorschaft und die Geschichte moderner Subjektivität verstehen möchten. Es ist zugleich bewegende Lektüre und kulturhistorisches Dokument: ein Werk, das zeigt, wie literarische Form zur moralischen und gesellschaftlichen Selbstverständigung werden kann.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 152 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027347292
Umbreit-Nr.: 7967866
