Väter und Söhne - Ein Klassiker der Weltliteratur
Russischer Realismus über Nihilismus, Generationenkonflikt und Gesellschaftswandel im Zarenreich
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Zusatztext
Iwan Sergejewitsch Turgenews "Väter und Söhne" ist ein Schlüsselroman des russischen Realismus und eine präzise Studie des geistigen Umbruchs im Russland der 1860er Jahre. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen der liberalen Gutsbesitzergeneration und dem jungen Nihilisten Jewgeni Basarow, dessen radikale Ablehnung überlieferter Werte Familie, Liebe, Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen erfasst. Turgenews Stil verbindet psychologische Feinzeichnung, lakonische Dialogkunst und landschaftliche Sensibilität zu einer Erzählung von großer historischer Dichte. Turgenew, 1818 in eine adlige Familie geboren und zugleich ein scharfer Beobachter ihrer inneren Erstarrung, kannte die Spannungen zwischen westlich orientierter Reformhoffnung und russischer Wirklichkeit aus eigener Erfahrung. Seine europäischen Aufenthalte, seine Kritik an Leibeigenschaft und Provinzialismus sowie seine Nähe zu liberalen Debatten prägten den Roman. Basarow wurde dabei nicht als bloße Karikatur, sondern als widersprüchliche Gestalt einer neuen Epoche geschaffen. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die verstehen möchten, wie Literatur gesellschaftliche Konflikte sichtbar macht, ohne sie zu vereinfachen. "Väter und Söhne" bleibt ein Klassiker, weil er Generationenkämpfe, ideologische Gewissheiten und die Verletzlichkeit des Menschen mit zeitloser Klarheit darstellt.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 140 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027349678
Umbreit-Nr.: 7970232
