Büchern der Freiheit: Die Anarchisten + Der Freiheitsucher
Individualanarchismus, Staatskritik und Gesellschaftskritik im London der 1890er
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Zusatztext
Büchern der Freiheit: Die Anarchisten + Der Freiheitsucher vereint zwei zentrale Prosatexte John Henry Mackays, in denen die Idee individueller Freiheit nicht als abstraktes Programm, sondern als existentielle Prüfung erscheint. Die Anarchisten entfaltet im Londoner Exil ein kulturkritisches Panorama des späten 19. Jahrhunderts und stellt den kommunistischen Anarchismus dem individualistischen Freiheitsdenken gegenüber. Der Freiheitsucher vertieft diese Perspektive psychologisch: als Entwicklungsroman eines Menschen, der gesellschaftliche Konventionen, moralische Zwänge und politische Dogmen durchschaut. Mackays Stil verbindet dokumentarische Genauigkeit, essayistische Argumentation und erzählerische Leidenschaft im Kontext des europäischen Fin de Siècle. John Henry Mackay, 1864 in Schottland geboren und in Deutschland aufgewachsen, war Dichter, Publizist und einer der bedeutendsten Vertreter des individualistischen Anarchismus. Seine Wiederentdeckung Max Stirners prägte sein Denken nachhaltig. Persönliche Erfahrungen mit Außenseitertum, Zensur, bürgerlicher Enge und politischen Bewegungen lieferten ihm den Stoff, Freiheit als innere Selbstbehauptung gegen Masse, Staat und Moral zu untersuchen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die politische Literatur nicht als Parole, sondern als geistige Auseinandersetzung schätzen. Es bietet einen anspruchsvollen Zugang zu Anarchismus, Individualismus und moderner Subjektivität und bleibt gerade dort aktuell, wo es nach den Grenzen jeder Bevormundung fragt.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 284 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027350117
Umbreit-Nr.: 7969926
