Der Schwimmer - Die Geschichte einer Leidenschaft
Sportnovelle über Wassersport, Körperkultur und Selbstüberwindung um 1900
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Zusatztext
Der Schwimmer - Die Geschichte einer Leidenschaft entfaltet die obsessive Hingabe eines Menschen an das Wasser, an Training, Körperbeherrschung und die zugleich befreiende wie gefährliche Erfahrung der Selbstüberwindung. Mackay gestaltet diese Leidenschaft nicht als bloßes Sportmotiv, sondern als psychologisch präzise Studie von Wille, Einsamkeit und moderner Sensibilität. In klarer, konzentrierter Prosa, zwischen spätem Naturalismus, impressionistischer Wahrnehmung und individualistischer Lebensphilosophie, wird der Schwimmsport zum Symbol einer Existenz, die nach Autonomie verlangt. John Henry Mackay, 1864 in Schottland geboren und in Deutschland aufgewachsen, war Dichter, Romancier und streitbarer Vertreter eines radikalen Individualismus. Bekannt wurde er durch seine Wiederentdeckung Max Stirners sowie durch literarische und politische Schriften gegen staatliche und gesellschaftliche Bevormundung. Seine Sensibilität für Außenseiter, verborgene Leidenschaften und selbstbestimmte Lebensformen prägt auch dieses Buch: Die Bewegung des Körpers erscheint bei ihm als Antwort auf die Zwänge der bürgerlichen Welt. Empfohlen sei dieser schmale, eindringliche Text Lesern, die Sportliteratur nicht als Bericht von Leistungen, sondern als Erkenntnisform verstehen. Wer sich für Körpergeschichte, Fin-de-Siècle-Prosa, frühe Moderne oder Mackays Denken der Freiheit interessiert, findet hier ein bemerkenswertes Werk: nüchtern beobachtet, emotional gespannt und von jener stillen Intensität, mit der große Literatur eine private Leidenschaft in ein allgemeines Daseinsproblem verwandelt.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 120 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027350131
Umbreit-Nr.: 7969072
