Die Menschen der Ehe - Schilderungen aus der kleinen Stadt
Bürgerliche Moral, soziale Zwänge und Alltagsrealismus in der Provinz
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Zusatztext
Die Menschen der Ehe - Schilderungen aus der kleinen Stadt entfaltet in präzisen, psychologisch geschärften Szenen ein Panorama bürgerlicher Bindungen, Erwartungen und Verfehlungen. Mackay beobachtet die Ehe nicht als idyllische Institution, sondern als gesellschaftlichen Vertrag, in dem Gewohnheit, Besitzdenken, Moral und Sehnsucht einander durchdringen. Der Stil ist nüchtern, eindringlich und zugleich von jener realistischen Detailtreue geprägt, die das Alltägliche als Schauplatz existenzieller Konflikte sichtbar macht. John Henry Mackay, 1864 in Schottland geboren und im deutschen Sprachraum literarisch wirksam, war Dichter, Erzähler und ein bedeutender Vertreter des individualistischen Anarchismus. Seine Beschäftigung mit Max Stirner, mit persönlicher Freiheit und mit den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen bildet einen wichtigen Hintergrund dieses Buches. Gerade die kleine Stadt wird bei ihm zum Labor, in dem Anpassung, Ruf, Begehren und Selbstbehauptung unerbittlich aufeinanderstoßen. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Gesellschaftsanalyse jenseits bloßer Handlung suchen. Mackays Schilderungen verbinden erzählerische Klarheit mit moralischer Unbestechlichkeit und eröffnen einen differenzierten Blick auf Ehe, Bürgertum und Individualität. Wer die Spannungen zwischen privatem Glück und sozialer Ordnung verstehen will, findet hier ein stilles, scharfes und bemerkenswert modernes Buch.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 48 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027350155
Umbreit-Nr.: 7970295
