Erinnerungen einer alten Schwarzwälderin (Heimatroman)
Dorfleben, Volksfrömmigkeit und bäuerliche Würde im badischen Schwarzwald des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
In "Erinnerungen einer alten Schwarzwälderin" entfaltet Heinrich Hansjakob die Lebensrückschau einer Frau aus dem Schwarzwald als eindringliches Dokument regionaler Erfahrung. Der Heimatroman verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit volkskundlicher Genauigkeit: Arbeit, Frömmigkeit, Familienbindungen, soziale Härten und die stille Würde bäuerlicher Existenz werden in einer Sprache gestaltet, die Nähe zum mündlichen Erzählen bewahrt. Im literarischen Kontext der südwestdeutschen Heimatkunst steht das Werk zwischen Erinnerungsliteratur, Milieustudie und moralisch grundierter Erzählprosa. Hansjakob, katholischer Priester, badischer Politiker und unermüdlicher Chronist seiner Heimat, schrieb aus einer doppelten Perspektive: als Seelsorger mit genauer Kenntnis menschlicher Schicksale und als kulturhistorisch wacher Beobachter des Schwarzwaldes. Seine Herkunft aus Haslach, seine Verbundenheit mit ländlichen Lebensformen und sein Interesse an sozialen Fragen prägten seine Darstellung einer Welt, die bereits im Wandel begriffen war. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Heimatliteratur nicht als bloße Idylle, sondern als geschichtliches Gedächtnis verstehen möchten. Es bietet ein feinfühliges Porträt weiblicher Lebenserfahrung und zugleich einen Zugang zu Mentalität, Sprache und Alltag des alten Schwarzwaldes.
Weitere Details
Erschienen: 15.12.2022
Umfang: 96 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027351640
Umbreit-Nr.: 7967447
