Gedichte
Sonette, Ghaselen und Oden zwischen klassizistischer Formstrenge, romantischer Sehnsucht und Melancholie
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Zusatztext
August von Platens "Gedichte" versammeln ein lyrisches Werk von außergewöhnlicher formaler Strenge und klanglicher Raffinesse. In Oden, Sonetten, Ghaselen und Liedern verbindet sich klassizistische Maßkunst mit romantischer Sehnsucht, antiker Bildung mit orientalischer Formenlust. Die Gedichte kreisen um Schönheit, Vergänglichkeit, Exil, Liebe und die Würde dichterischer Sprache; sie stehen damit an einer Schwelle zwischen Goethezeit, Spätromantik und jener modernen Selbstbeobachtung, die das Ich als ästhetisch wie existenziell gefährdet erfahrbar macht. August von Platen (1796-1835), aus fränkischem Adel stammend und militärisch wie humanistisch gebildet, war ein Dichter von europäischem Horizont. Studien in Würzburg und Erlangen, die Begegnung mit persischer Dichtung, seine Italienreisen und ein Leben im Zeichen innerer Fremdheit prägten seine Kunst. Persönliche Vereinsamung, politische Enttäuschung und die Suche nach vollkommener Form führten ihn zu einer Lyrik, die Gefühl nicht ausstellt, sondern diszipliniert und dadurch umso eindringlicher macht. Diese "Gedichte" empfehlen sich Leserinnen und Lesern, die Poesie als präzise Denkform und musikalische Sprachkunst entdecken möchten. Platen belohnt genaue Lektüre: Hinter der makellosen Oberfläche eröffnet sich ein Werk von Melancholie, geistiger Kühnheit und bleibender Schönheit.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 636 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027351930
Umbreit-Nr.: 7968320
